Kulturdenkmal 14. Die Sankt Andreas Kirche
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"Die kath. Kirche, 1752 bei dem mittelalterlichen Wartturm am Fuße der Sickingerburg Nannstein erbaut, vor dem Hochaltar die Familiengruft des Sickingergeschlechtes, wo auch die Gebeine des letzten deutschen Ritters Franz v. Sickingen ruhen. - Das Denkmal Franzens v. Sickingen in der kathol. Kirche, rechts vom Eingang des Turmes, v. Z. von den Söhnen des Ritters Franziskus Schweikert, Hans und Franz Conrad v. Sickingen (nach 1542 errichtet, 1869 vom hist. Verein der Pfalz restauriert)." [1]

"Die alte Marienkapelle, die hier stand, wird abgerissen und der Bauplatz auf neunzig Schuh stadteinwärts erweitert."[2]

"Am 9. September 1753 wurde die neue Pfarrkirche, die von der alten den Namen St. Andreas übernahm, durch den Weihbischof von Worms eingeweiht. (Sie gehörte bis 1801 zum Bistum Worms, danach zu Mainz; 1817 kam sie zum Bistum Speyer.)"
...
"1774 hatte das katholische Landkapitel Landstuhl einen beträchtlichen Einzugsbereich. Es bestand aus 24 Pfarreien: Bann, Brücken, Börrstadt, Enkenbach, Horbach, Heltersberg, Imsweiler, Kirchenarnbach, Kirchmoor, Kübelberg, Landstuhl, Lautern, Martinshöhe, Mühlbach, Otterbach, Ramstein, Rockenhausen, Schallodenbach, Trippstadt, Weilerbach, Winnweiler, Wolfstein und Weselberg-Zeselberg."[6]

"1778 wurde der Graben hinter der Kirche aufgeworfen und die Wegstützmauer gebaut, weil die Kirche zu sehr durch Feuchtigkeit litt."[7]

"1787 Festsetzung der Christmette auf 5 Uhr morgens 'aus wichtigen Gründen'."[7]

"Carl Heinrich Reichsgraf von und zu Sickingen, Herr auf Sauerburg, kurpfälz. Gesandter zu Paris, bedeutender Platin-Forscher starb am 13. Juni in Wien und wurde am 7. November 1791 in der Sickingen-Gruft der Pfarrkirche St. Andreas beigesetzt."[3]

"1801. Nach Aufhebung des Bistums Worms kam Landstuhl zu Mainz."[7]

"1869 mußte der Spitzturm abgetragen werden, weil der kritische Fallpunkt überschritten war."[6]

Beide Portale in der Kirchenstraße haben den gleichen Wappenstein:
"Die beiden Schwäne als Schildhalter waren das spezielle Unterscheidungszeichen des Zweiges Eltschowitz der Linie Sickingen-Sickingen; da über beiden Portalen das gleiche Wappen steht, wurde demnach die Kirche mit besonderer Hilfe nur des Zweiges Eltschowitz gebaut, also ohne nennenswerte Unterstützung durch den Zweig Sauerburg und die Linie Sickingen-Hohenburg, die beide ebenfalls Mitherrn von Landstuhl waren. Da die Eltschowitzer erst 1784 in den Reichsgrafenstand erhoben wurden, über dem Schild aber eine fünfblättrige Adelskrone und nicht die neunzackige Grafenkrone steht, stammen die beiden Wappensteine aus der Zeit zwischen 1751 und 1784."[3]

Kleine Chronik des Geläutes:[5] [6] [7]
1809Am Fronleichnamstag läutete erstmals eine Silberglocke, die 1404 auf dem Disibodenberg gegossen wurde und die der Bischof von Mainz anstelle der zersprungenen kleinen Glocke geschenkt hatte. (O König der Herrlichkeit, Christus komm mit Frieden. Im Jahre des Herrn 1404. Gegossen auf dem Disibodenberg.)
1834/35Zwei zersprungene Glocken wurden ausgewechselt (Angelus-Glocke: Diese Glocke für die kath. Pfarrei Landstuhl wurde unter dem Kirchenvorstand Joseph Schuler, Bürgermeister, Fr. Ackermann, Präsident, M. Weber, Pfarrer, Joh. Benzino, Fr. Benzino, Joh. Bletsch und Anton Sander, Kirchenrechner angeschafft. Pierre und Groël gossen mich 1835.
1874Die St. Josefsglocke wurde ausgewechselt (gegossen von G. Hamm Kaiserslautern 1874)
1897Eine neue große Glocke wurde angeschafft (Wenn man mich zieht, dann höret! ich rufe Euch zum Heiligtum, kommet!)
1921wurden anstelle der im ersten Weltkrieg abgelieferten Bronzeglocken erneut Glocken angeschafft. Die Glocken erhielten dabei die Namen
  • Andreas
  • Maria
  • Joseph
  • Elisabeth
25.07.2012Die vier alten Glocken wurden ausgebaut und abtransportiert. Die Größte wog 2,7t.
31.08.2012Die neuen Glocken wurden gegossen
14.10.2012Glockenweihe auf dem Alten Markt
05.03.2013Die neuen Glocken werden in die Glockenstube der St. Andreas Kirche eingebaut:
  • Glocke: Katharina und Dominikus
  • Glocke: Andreas und Apostel
  • Glocke: Maria und Josef
  • Glocke: Franziskus und Elisabeth

Letzte Änderung am 11.08.2017